Begleitung.Betreuung.Pfelge - Präsentation der Betreuungsarchitektur 2040

„Oberösterreich ist ein Land, das Verantwortung übernimmt – für die Menschen, die heute hier leben, und für jene Generationen, die morgen hier alt werden. Gerade im Bereich Betreuung und Pflege stehen wir vor großen gesellschaftlichen Veränderungen, die ein vorausschauendes Handeln erfordern. Mit der Betreuungsarchitektur 2040 stellen wir frühzeitig die richtigen Weichen, damit die Menschen auch in Zukunft die Sicherheit haben, gut betreut und gepflegt zu werden und ein Altern in Würde möglich bleibt.

– Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer

Alternde Gesellschaft erfordert Umdenken: „Kein Weiter wie bisher“

Bereits heute leben rund 42.000 Menschen über 85 Jahre in Oberösterreich, im Jahr 2040 werden es rund 29.000 Menschen mehr sein. Diese Entwicklung verschärft den Druck auf bestehende Pflege- und Betreuungsangebote und unterstreicht die Notwendigkeit flexibler, an die Entwicklung anpassbarer Ansätze. Für eine vorausschauende Planung ist insbesondere der Anstieg der über 85-jährigen Pflegebedürftigen relevant. Während die Zahl der über 85-jährigen bis 2040 um rund 69 % steigt, wird für die Anzahl der Pflegegeldbeziehenden in dieser Alterskohorte ein Anstieg von rund 35 % erwartet.

Gleichzeitig verändern sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen:

  • Der Anteil der Einpersonenhaushalte ist seit den 1970er Jahren kontinuierlich gestiegen und lag 2021 bei rund 35,6 % – Prognosen sehen bis 2035 einen Anstieg auf etwa 40 %.

  • Fast ein Drittel (32 %) der über 65-Jährigen lebt bereits heute allein, traditionelle Mehrgenerationenhaushalte werden seltener.

  • Die Erwerbstätigkeit von Frauen, die traditionell einen großen Anteil der familiären Pflege leisten, ist deutlich gestiegen – damit sinkt die zeitliche Verfügbarkeit für familiäre Betreuung.

  • Zudem wohnen jüngere Generationen seltener in der Nähe ihrer Eltern oder Großeltern, was eine weitere Herausforderung für häusliche Pflege darstellt.

Mit diesen demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen gehen auch veränderte Erwartungen einher: Ältere Menschen fordern mehr Selbstbestimmung und individuelle Lebensgestaltung, während Digitalisierung, neue Gesundheitskonzepte und ökologische Anforderungen die Art und Weise, wie Pflege organisiert und erbracht wird, nachhaltig verändern. Eine aktuelle Studie zeigt, dass rund 90 Prozent sich ein Altern in den vertrauten vier Wänden wünschen. Damit dies möglich ist, müssen jedoch mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: geeignete räumliche Gegebenheiten, eine möglichst gute gesundheitliche Verfassung sowie ein Lebensumfeld, das ein selbstständiges Leben im Alter unterstützt.

Die Mobile Betreuung und Pflege in OÖ gewinnt daher weiter an Stellenwert. Sie ist und beleibt tragende Säule in der Begleitung, Betreuung und Pflege der Menschen zu Hause, in der vertrauten Umgebung!

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